Glücksspiel kann Spaß bereiten, wenn es verantwortungsvoll erfolgt. Wir möchten aufzeigen, wie Spieler ihre Gewohnheiten selbst überwachen können und wo Hilfe verfügbar ist, wenn das Spielen zum Problem wird.
Warnsignale der Glücksspielsucht erkennen
Das problematische Spielen entwickelt sich oft schleichend – wer seine Verhaltensweisen kennt, kann frühzeitig gegensteuern. Häufige Zeichen sind: der Zwang, mit immer höheren Einsätzen zu spielen, um dieselbe Spannung zu erreichen; Misserfolge beim Versuch, weniger zu spielen oder ganz zu stoppen; finanzielle Probleme, die durch Spielverluste entstanden sind; Versuche, Verluste durch weitere Einsätze wettzumachen; Lügen gegenüber Familie und Freunden über das Ausmaß des Spielens; sowie der Rückzug aus sozialen Aktivitäten zugunsten des Glücksspiels. Ein besonderes Warnsignal ist, wenn das Spielen als einziger Weg wahrgenommen wird, Stress abzubauen oder emotionale Probleme zu bewältigen.
Wenn mehrere dieser Signale erkannt werden, ist es sinnvoll, professionelle Unterstützung zu suchen – nicht aus Scham, sondern aus dem Wunsch, die Kontrolle zurückzugewinnen.
Selbstschutzmaßnahmen und Grenzensetzen
Der Anbieter stellt Funktionen zur Verfügung, mit denen Spieler ihre Ausgaben regulieren können: Einzahlungslimits beschränken die Geldmenge pro Tag, Woche oder Monat; Zeitlimits für Sessions helfen, zu lange Spielpausen zu vermeiden; die Selbstsperrfunktion blockiert den Zugang zum Konto für einen benutzerdefinierten Zeitraum. Diese Werkzeuge ermöglichen es, bewusste Grenzen zu setzen und Impulskontrolle zu üben.
Der erste Schritt ist, sich selbst eine realistische Geldbudget-Grenze zu setzen – einen Betrag, den man sich leisten kann zu verlieren – und diese Grenze konsequent einzuhalten. Regelmäßige Pausen unterbrechen Spielmuster und geben Zeit zur Reflexion. Das Führen eines Spieltagebuchs kann zeigen, wie häufig und wie lange man spielt.
Unterstützung und Beratung in Deutschland
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte koordiniert bundesweit Beratungsstellen für Glücksspielsucht. Das BIÖG-Telefonberatungsteam bietet kostenlose und anonyme Gespräche an. Die Webseite check-dein-spiel.de des BIÖG enthält Informationen für Betroffene und Angehörige.
Lokale Beratungsstellen sind über die gemeinsamen Koordinierungsstellen der Bundesländer erreichbar. Viele bieten persönliche Gespräche, Gruppenprogramme und therapeutische Unterstützung. Auch Angehörige erhalten Hilfe, da Glücksspielsucht immer die ganze Familie betrifft.
Seriöse Anbieter, die eine Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzen, veröffentlichen Informationen über ihre Lizenzierung in ihren eigenen Diensten und ermöglichen es Spielern, diese bei der zuständigen Behörde zu überprüfen.
Diese Seite wird bei Bedarf aktualisiert, um sicherzustellen, dass die Informationen und verfügbaren Hilfsressourcen zeitgemäß bleiben.
